23.09.2026
Mit dem im August erworbenen Schulbus können die Kinder der AGRU Academy in Kapstadt inzwischen sicherer zur Schule und wieder nach Hause gelangen. Angesichts zunehmender fremdenfeindlicher Spannungen und Übergriffe in Südafrika hatten viele Eltern Sorge, ihre Kinder weiterhin zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Schule zu schicken. Der eigene Schultransport soll ihnen deshalb einen geschützten Zugang zu Bildung ermöglichen.
Doch ein Fahrzeug allein reicht für einen sicheren Schultransport nicht aus. Deshalb wurde der Fahrdienst in den vergangenen Wochen durch weitere Schutz- und Schulungsmaßnahmen ergänzt.
Erste Hilfe an Bord
Zwei Mitarbeiterinnen der AGRU Academy, Brenda und Alvina, haben eine viertägige Erste-Hilfe-Schulung (Level 2) absolviert. Beide begleiten abwechselnd den Fahrer auf den täglichen Schulfahrten und sind damit wichtige Ansprechpartnerinnen für die Kinder. In der Schulung übten sie unter anderem die Wiederbelebung von Kindern und Erwachsenen, das richtige Handeln bei Erstickungsnotfällen sowie die Versorgung von Wunden, Blutungen, Verbrennungen und Knochenbrüchen. Damit befindet sich nun bei jeder Fahrt eine in Erster Hilfe geschulte Begleitperson im Fahrzeug.
Auch der Minibus selbst wurde für Notfälle ausgestattet: Ein Erste-Hilfe-Set, ein Feuerlöscher und ein Blutdruckmessgerät befinden sich nun an Bord. Kleinere Verletzungen können dadurch unmittelbar versorgt und bei einem Notfall schneller erste Maßnahmen eingeleitet werden.
Kinderschutz auf jedem Schulweg
Darüber hinaus nahmen ehrenamtliche Mitarbeitende der AGRU Academy an einem Workshop zu Kinderschutz und sicherer Begleitung während des Schultransports teil. Dabei ging es beispielsweise darum, die Kinder beim Ein- und Aussteigen zuverlässig zu erfassen, niemanden zurückzulassen, auf sicheres Verhalten während der Fahrt zu achten und Anzeichen von Belastung oder Missbrauch zu erkennen. Auch Meldewege, die Kommunikation mit Eltern und Fahrer sowie die Dokumentation wurden thematisiert.
Sicherheit langfristig stärken
In den kommenden Wochen werden diese Maßnahmen durch eine Schulung des Fahrers im defensiven Fahren ergänzt. So entsteht Schritt für Schritt ein umfassendes Sicherheitssystem: ein eigener Schulbus, ein geschulter Fahrer, in Erster Hilfe ausgebildete Begleitpersonen, Notfallausstattung und klare Kinderschutzmaßnahmen.
Sicher zur Schule und wieder nach Hause
Für die Kinder bedeutet das ganz konkret: Sie werden auf ihren Schulwegen begleitet, können bei einem medizinischen Notfall unmittelbar versorgt werden und sind während der Fahrt unter der Aufsicht geschulter Erwachsener. Die AGRU Academy berichtet zudem, dass die Kinder direkt abgeholt und sicher übergeben werden und dadurch weniger potenziellen Gefahren auf öffentlichen Verkehrswegen ausgesetzt sind.
Wir freuen uns sehr, dass aus der Anschaffung des Schulbusses damit ein umfassenderes Konzept für einen sicheren Schulweg entstanden ist. Herzlichen Dank an alle Fördernden, die diese Entwicklung möglich gemacht haben!
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