Kinderhandel bekämpfen: Helfen Sie Kindern mit Ihrer Spende!

Würden Sie jemals Ihre Kinder hergeben, weil Ihnen jemand bessere Bildungs- und Verdienstchancen für sie verspricht oder damit Sie was zu essen bekommen? Würden Sie die Kontrolle abgeben?

Die Antwort ist klar. Natürlich würden Sie Ihre Kinder schützen.

Doch in anderen, besonders armen Regionen dieser Welt steht das an der Tagesordnung und ist der Nährboden für moderne Sklaverei. Die Rede ist vom Kinderhandel zum Zweck der Kinderarbeit.

In unseren Breitengraden ist „Kinderhandel“ ein Wort für ein weit entferntes Geschehen. Doch so weit es auch entfernt sein mag: Als Kinderhilfswerk Eine Welt e.V. setzen wir uns dafür ein, dem ein Ende zu setzen. Wir schätzen es sehr, wenn Sie sich mit Ihrer Spende an unsere Seite stellen, um Kinder zu schützen und dafür zu sorgen, dass sie gleichberechtigt und in guten Verhältnissen aufwachsen.

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Was ist Kinderhandel genau?

Von Hilfs- und Hoffnungslosigkeit getrieben und mit dem gleichzeitig im Raum stehenden Versprechen der Besserung vertrauen arme Eltern ihre Kinder anderen Personen an. Diese anderen Personen– selbst nach Profit strebend – entpuppen sich dann als Menschenhändler*innen  und verkaufen die Kinder wie eine Ware in schlechte, Sklaverei-ähnliche Arbeits- und Wirkungsverhältnisse.

Die Vereinten Nationen haben Menschenhandel (Kinderhandel ist schlicht der Handel mit Menschen unter 18 Jahren) bereits im Jahr 2000 definiert. Zum besseren Verständnis haben wir die Definition für Sie aufbereitet.

Unter Menschenhandel versteht man die:

  • Anwerbung, Beförderung, Verbringung, Beherbergung oder Aufnahme…von Personen durch…
    • Androhung / Anwendung von Gewalt oder anderen Formen der Nötigung
    • Entführung
    • Betrug
    • Täuschung
    • Machtmissbrauch
    • Ausnutzung besonderer Hilflosigkeit…oder durch…
    • Gewährung oder Entgegennahme von Zahlungen oder Vorteilen (wie etwa Nahrung)…zur…
  • Erlangung des Einverständnisses einer Person, die Gewalt über eine andere Person besitzt…mit dem (letztendlichen) Zweck der…
  • Ausbeutung1

In vielen Fällen geht es allein darum, an die billige und weitestgehend wehrlose Arbeitskraft der Kinder zu kommen, um den eigenen Gewinn zu steigern.

Die bittere Wahrheit ist dabei, dass die Konsumgewohnheiten der westlichen Welt einhergehend mit dem profitorientierten, weltweiten Outsourcing der Unternehmen einer der Antriebsmotoren sind, die Kinderhandel und Kinderarbeit in Sklaverei-ähnlichen Verhältnissen begünstigen.

Abseits von der arbeitstechnischen Ausbeutung können Kinder auch Fällen der Zwangsheirat, Prostitution oder sogar Organentnahme ausgesetzt sein.

In jedem Fall werden die Kinderrechte massiv verletzt.

Wie findet Kinderhandel statt?

Oft findet der Handel mit Kindern über diverse Personen und Parteien statt – angefangen bei vertrauten Personen, gar Verwandten der Eltern.

Die in der Not angegriffene Psyche der Eltern und der „Vertrauensvorsprung“ machen es nahezu „einfach“, die Obhut über die Kinder zu erlangen.

Die Eltern haben Schwierigkeiten, ihre Kinder geschweige denn sich selbst zu ernähren. Wenn dann jemand kommt, der Bildung oder einen gut bezahlten Job für die Kinder sowie Geld oder Nahrung für die Eltern verspricht, ist das verlockend. Und zwar so verlockend, dass die Eltern im Grunde keine andere Wahl haben als „mitzuspielen“.

Die Kinder in der Hoffnung wegzugeben, dass alle ein besseres Leben führen können, erscheint in der Not als eine ernstzunehmende Lösung. Die Täter, also Kinderhändler*innen, nutzen die emotionale Situation der Eltern schamlos aus. Natürlich ist es moralisch verwerflich, doch das Geschäft „motiviert“.

Genau das ist der Punkt, den wir in unserer Wohlstands- und zivilisierten Situation nur schwer nachempfinden können. Doch in anderen Teilen der Welt ist es real und jedes Jahr sind schätzungsweise eine Million Kinder betroffen. Das sind 2.739 Kinder am Tag.

Wo findet Kinderhandel statt?

Grundsätzlich kommt Kinderhandel weltweit vor, findet aber einen Schwerpunkt in besonders armutsbetroffenen Regionen der Erde. 2016 war der Kinderanteil bei aufgedeckten Fällen des Menschenhandels in Mittelamerika und Karibikraum (62 %) sowie in der Subsahara-Region (64 %) am größten. Es folgen Südamerika mit 39 % sowie Ostasien und der Pazifikraum mit 32 %. Die erstgenannten Regionen heben sich also deutlich von allen anderen Regionen ab.

In der Vergangenheit konnte – auch durch die Unterstützung des Kinderhilfswerks Eine Welt e.V. – viel erreicht werden. Weltweit unterstützen wir gezielt arme und bedrohte Familien und setzen uns für bessere Lebensverhältnisse und Bildungschancen ein. Dennoch schätzen UN-Organisationen, dass derzeit noch immer rund 12 Millionen Menschen in Sklaverei leben und die Hälfte davon Kinder und Jugendliche sind.

Was können wir gegen den Kinderhandel tun?

Laut der Bundeszentrale für politische Bildung gibt es für den Kinderhandel zwei wesentliche Antriebsmotoren.

Das westlich-kapitalistische Wirtschaftsverständnis mit der permanenten Suche nach noch billigeren Herstellungsvorgängen haben wir bereits erwähnt.

Dazu kommen militärische Konflikte, die zu Flucht und Vertreibung führen, und weitreichende Ausländerfeindlichkeit in den Ländern, in denen die Geflüchteten ankommen. Geflüchtete sind, da sie alles verloren haben, besonders vulnerabel und werden nicht ausreichend geschützt.

Es ist dementsprechend ein Trugschluss, dass der Menschenhandel und Kinderhandel nur die ärmsten Länder dieser Welt betrifft. Auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher sowie politischer Ebene sind wir alle zu einem bestimmten Teil mit im Boot.

Dabei geht es jedoch nicht darum, die Schuldfrage zu klären. Es geht in erster Linie darum, dass wir uns einfach nur dessen bewusst werden. Dass wir vielleicht über unsere Lebensweise und unseren Konsum nachdenken und andere überzeugen, es auch zu tun. Dass wir diejenigen wählen, die für eine friedliche und sozial-faire Welt stehen. Und es geht darum, dass wir Organisationen unterstützen, die sich gezielt den Problemen annehmen, die wir als einzelne Person nicht lösen können.

Möchten Sie an unserer Seite gegen den Kinderhandel kämpfen?

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Dieser Artikel wurde verfasst von Eike Kewitz


1.Zusatzprotokoll zur Verhütung, Bekämpfung und Bestrafung des Menschenhandels,
insbesondere des Frauen- und Kinderhandels,
zum Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen die grenzüberschreitende organisierte
Kriminalität, BGBl. III - Ausgegeben am 29. Dezember 2005 - Nr. 22 (aufgerufen am 07.04.2022).

 

 

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